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Massage & Gesundheitspraxis
Tom Brändli
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Harmonische Techniken

Die Harmonischen Techniken, klassische Elemente der osteopathischen Behandlung, wurden von Eyal Lederman wiederentdeckt, eingehend erforscht und fr den Einsatz in der modernen Therapie weiterentwickelt. Dabei werden an verschiedenen Körpestellen rhythmische Bewegungen ausgelöst, die nach den grossen Körperachsen ausgerichtet sind.

Die Harmonischen Techniken haben Wirkung auf drei Organisationsebenen des Körpers;

Lokale Gewebestrukturen

  • die Reparaturprozesse nach einem Gewebeschaden
  • die physikalischen und mechanischen Eigenschaften der Gewebe
  • die Dynamik von Körperflüssigkeiten wie Blut, Lymphe, extrazellulärer Flüssigkeit und Synovia

Neurologische Strukturen

  • Steigerung der propriozeptiven Stimulation
  • sensorisches Ausblenden von Schmerzsignalen

Psychosomatische Strukturen

  • generalisierte Verringerung des Muskeltonus
  • generalisierte vegetavie Veränderungen
  • Modifikation der Schmerzwahrnehmung und Schmerztoleranz
  • Integration des Selbst- und Körperbildes
  • Entspannungsreaktionen

Harmonische Techniken findet man in fast allen manuellen Disziplinen. Man hat sie aber weder weiterentwickelt noch ihr therapeutisches und klinisches Potenzial ausführlich analysiert. Dies war auch in der Osteopathie nicht anders; vergleichbare Techniken können bis in die  Anfangzeiten der Osteopathie zurückverfolgt werden und sollen sogar vom Begründer der Osteopathie, Andrew Still, praktiziert worden sein. John Warnem, der Leiter der Maidstone Scholl of Psteopathy im Vereinigten Königreich, setzte jedenfalls derartige Techniken ein, die er bei J.M. Litttlejohn gelernt hatte, der sie wiederum von Still hatte.
Aufgrund von wissenschaftlichen Untersuchungen an der British School of Osteopathy hat es im Bereich der harmonischen Techniken in den letzten Jahren grosse Veränderungen gegeben. Man hat die physikalischen und biomechanischen Grundlagen der Techniken näher untersucht und darauf basierend neue Techniken entwickelt. Während man zuvor lediglich einige Techniken für die Lenden- und die Halswirbelsäule kannte, die der harmonischen Technik ähnelten, stehen jetzt so viele Techniken zur Verfügung, dass man mit jedem Gelenk des Körpers arbeiten kann. Dank der Forschungsarbeiten gibt es inzwischen auch ein Klassifikationssystem und eine Lehrmethode für die harmonische Technik.
Die vielleicht wichtigste klinische Weiterentwicklung im Bereich der  harmonischen Technik beruht auf Studien, die eigentlich nichts mit manueller Therapie zu tun haben. Darin wurde untersucht, wie sich eine passive Bewegung auf den Reparaturprozess im Körper auswirkt. Es hat sich gezeigt, wie wichtig eine passive Bewegung als Reiz für die Wiederherstellung des normalen Gleichgewichts im Binde- und Muskelgewebe ist. Durch eine passive Bewegung heilten Gelenkflächen, Muskeln, Sehnen und Haut nach einer Verletzung nachweislich besser und im heilenden Gewebe entstanden schneller wieder neue Gefässe. Eine passive intermittierende Kompression erwies sich als gute Methode, die Zirkulation von Körperflüssigkeiten anzuregen. Man kann sie zum Beispiel bei der Behandlung von Entzündungen oder Ischämien (örtliche Blutleere) einsetzen, bei denen diese Zirkulation gestört ist. Mit harmonischen Techniken kann man daher Schmerzen lindern, was beim klinischen Einsatz solcher Techniken auch oft zu beobachten ist.
Weitere wichtige therapeutische Effekte der harmonischen Technik hängen dmit zusammen, dass sie die Psyche beeinflussen, häufig zu psychosomatischen Reaktionen, wie zu Beispiel einer totalen Entspannung des Körpers führen und sich auf die Wahrnehmung des Körperbildes auswirken können.

Eyal Lederman